Ein Modell eines Einphasentransformators wurde grundlegend neu entwickelt,
bei dem die Magnetisierungseffekte des Eisenkerns so modelliert sind,
dass bei kleinen Strömen ein Übergang zu einem Modell ohne
Berücksichtigung der nichtlinearen Magnetisierung entsteht.
Die Hystereseeffekte des magnetischen Kreises werden nicht wie üblich
in Form eines Kennlinienfeldes modelliert, sondern mithilfe eines
nichtlinearen Attraktors (Duffing-Differenzialgleichung) beschrieben. Eine
Besonderheit ist, dass dadurch ein Modell erreicht wurde, das eine
funktionale Beschreibung besitzt. Hysteresekennlinien weisen sonst nur einen
relationalen Zusammenhang auf.
Dieses Einphasenmodell
ist in Varianten zu Dreiphasen-Transformatormodellen mit physikalisch möglichen
magnetischen Kopplungen erweitert worden. Um Transformatoren mit unterschiedlichen
Schaltgruppen zu untersuchen, ist ein Modell so allgemein gestaltet, dass
durch Einführung von Kopplungsparametern eine Verschaltung der Wicklungen
möglich ist, ohne ein weiteres spezielles Modell verwenden zu müssen.
Dieses Modell wird heute dazu verwendet, robuste Abschätzungen von Transformatorparametern zu finden.
In Netzen sind immer, vor allem bei Kunden, eine Reihe "unbekannter" Transformatoren vorhanden, deren
Parameter man nicht kennt. Da typische Kennlinien der Transformatorbleche verfügbar sind und "gelernt" werden können, können
auch die Parameter rekonstruiert werden
Die so erzielten Parametersätze werden für Netzberechnungen bei Kunden mit gutem Erfolg eingesetzt.