Zur Analyse des dynamischen Verhaltens von Elektroenergiesystemen werden vermehrt detailliertere nichtlineare Beschreibungen
einzelner Systemelemente wie z.B. der Synchronmaschine herangezogen. Beim Zusammenschalten dieser nichtlinearen
Differenzialgleichungssysteme zu komplexen Übertragungssystemen entstehen zwangsläufig algebraische Bedingungen, die durch
die Kirchhoff'schen Gleichungen und das Tellegen'sche Theorem begründet sind. Eine allgemeine Beschreibung elektrischer
Energieversorgungssysteme führt somit auf nichtlineare Algebrodifferenzialgleichungen.
Da für diese Systeme eine analytische Lösung ausgeschlossen werden kann, wird das dynamische Verhalten in der Regel anhand
von Simulationsstudien untersucht. Dabei muss geklärt sein, ob überhaupt eine Lösung erreicht werden kann. In der Mathematik
wurde zur Überprüfung der Existenz von Lösungen ein Instrumentarium entwickelt, mit dem es möglich ist, die Erreichbarkeit
dieser Lösungen zu überprüfen. Dazu wird der entsprechende Index eines Systems berechnet. Auf Grund der vielfältigen
Darstellungsweisen der Systeme existieren allerdings auch unterschiedliche Indexkonzepte.
Ziel dieses Projektes war es, verkoppelte Mehrmaschinenmodelle mit detaillierteren Modellen auf ihre Lösbarkeit hin zu untersuchen.
Die zugehörigen Indices wurden berechnet sowie die Lösbarkeit der Systeme beurteilt.